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Ge-schicht(ung)en I. Begegnungen Die wachen Augen faszinieren. Sie sind lust- und humorvoll. Schelmisch-blinzelnd. Blitzschnell im Erfassen von Formen, Strukturen, Seherlebnissen. Der Blick ist ruhig. Er weiß was die Augen suchen. Tastet die Oberfläche ab. Nimmt Kontakt auf. Die wachen Augen vermitteln Sympathie. Interesse am anderen. Begierig auf das Neue. Was beschäftigt sie wohl im Schlaf? II. Assoziationen Am frühen Morgen im Atelier. Stille. Niemand sonst ist anwesend. Stille? Nicht wirklich. Gerade haben sie aufgehört zu flüstern. Können Steine reden? Sich gar bewegen? Diese Skulptur, dieses Ensemble scheint verrückt. Verwindet sich diese schwebende Holzform nicht ganz anders? Spuren am Boden ziehen kunstvoll ihre Bahnen. Ballettreif. Déjà-vu der besonderen Art. Jeder Blick ist anders und doch scheint alles vertraut. Der kleine Atelier-Tisch ist gar kein Tisch. Es ist eine Stadtlandschaft voller Hochhäuser. Manhattan im Studio. Elementar. Ganz neue Perspektiven tun sich auf. III. Erleben Die Straße windet sich, vorbei an Hügeln, Hängen, Bergen. Dem sanften Grün entsteigt der bloße Fels. Ragt steil nach oben. Sinnlichkeit entsteht. Lust auf Erfühlen, Befassen. Heiß. Kalt. Hart. Weich. Kantig. Rund. Alles in einem. Das Licht der Sonne modelliert das Land. Monumentale Gestalten. Unverrückbar und doch gleiten sie für das wandernde Auge wie in langsamem Fluge vorbei.
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